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Bürgerstiftung trifft ihre Deutschlandstipendiat*innen

„Auf jeden Fall bewerben! Der geringe Aufwand steht in keinem Verhältnis zu dem, was einem dieses Stipendium alles bringt.“

Machen sich stark für das Deutschlandstipendium des OWL-Studienfonds: (v. l.) die aktuellen, von der Bürgerstiftung Gütersloh geförderten Stipendiaten Vivien Sczesny, Luca Kempe, Florian Knossalla und Maya Budde mit Vorstandsmitglied Doris Pieper und Geschäftsführerin Nina Spallek.

Machen sich stark für das Deutschlandstipendium des OWL-Studienfonds: (v. l.) die aktuellen, von der Bürgerstiftung Gütersloh geförderten Stipendiaten Vivien Sczesny, Luca Kempe, Florian Knossalla und Maya Budde mit Vorstandsmitglied Doris Pieper und Geschäftsführerin Nina Spallek.

Da sind sich Maya Budde, Luca Kempe, Florian Knossalla und Vivien Sczesny einig. Die vier sind zusammen mit Alessia Contu und Lea Störmann die aktuellen Stipendiat*innen des von der Bürgerstiftung Gütersloh mitfinanzierten Deutschlandstipendiums des Studienfonds OWL. „Seit 2007 zählt die Bürgerstiftung zu den Förderern dieses Programms und unterstützt damit leistungswillige junge Gütersloher*innen mit 1800 Euro pro Stipendium und Jahr“, erklärt Geschäftsführerin Nina Spallek. Das macht 150 Euro im Monat. Hinzu kommen Bundesmittel, so dass die Studenten insgesamt monatlich 300 Euro erhalten – unabhängig vom Bafög.

Die aktuellen Gütersloher Stipendiat*innen haben sich alle für die Bielefelder Universität entschieden. Während Alessia Rechtswissenschaften und Lea Biologie belegt haben, studiert Maya dort im vierten Semester Chemie und Mathematik auf Lehramt. „Man braucht schließlich Herausforderungen im Leben“, sagt sie lachend – wohlwissend, dass sie damit nicht nur die Frauenquote in den Mint-Fächern stärkt, sondern auch beste Berufsaussichten hat. Außerdem kann die 19-Jährige, die beim Spexarder Sportverein den Nachwuchs trainiert, als Lehrerin ihre eigenen schulischen Lieblingsfächer mit dem von ihr geliebten Umgang mit Kindern kombinieren.

Das Deutschlandstipendium erleichtert nicht nur Maya den Alltag, indem sie nicht mehr nebenher jobben muss. „Das Geld hilft auch, wenn man Miete und ein Auto bezahlen muss“, sagt Vivien, die im sechsten Semester Geschichtswissenschaft im Haupt- und Politikwissenschaft im Nebenfach studiert. Die Isselhorsterin ist vielen bekannt: lokal als stellvertretende Vorsitzende des Gütersloher SPD-Stadtverbands. Überregional als Schauspielerin, unter anderem durch Hauptrollen in den Serien „Think Big“ und „Billy Kuckuck“ sowie durch Gast-Auftritte in „Wapo Bodensee“ oder „In aller Freundschaft“. So sehr sie die Schauspielerei auch mag, ihre wahre Leidenschaft gehört der Erforschung Alter Geschichte. Wofür sie nicht nur Altgriechisch, sondern auch Latein büffelt. „Ich möchte meine Quellen schließlich im Original lesen können“, sagt die 21-Jährige, die schon immer wissen wollte, was den Menschen zu seinen Handlungen antreibt.

Die Viertsemester Luca (20) und Florian (19) studieren beide Physik. „Das ist superspannend und breit aufgestellt. Ob Astrophysik oder Optik, ob Medizin- oder Lasertechnik: In jedem zukunftsorientierten Unternehmen braucht man physikalisches Wissen“, sind sie sich sicher. Dass sie den Master machen wollen, ist klar. Aber auch eine Promotion ist für sie vorstellbar.  Und: „Es gibt noch vieles, was wir lernen möchten.“  Weshalb sie auch die ideelle Unterstützung, die sie als Stipendiaten erhalten, so schätzen. Sie liefert ihnen schon während des Studiums ein wichtiges Netzwerk, das ihnen später den beruflichen Einstieg erleichtert. Denn das Deutschlandstipendium umfasst Workshops und wissenschaftlichen Austausch, Vorträge und Mentoring in Präsenz oder - coronabedingt - online. Und ganz wichtig: Es bietet Praktikumsplätze sowie die Vermittlung von Projekt- und Abschlussarbeiten.