WORLDWIDE - Geförderte unterwegs

Jule Hassenpflug, Universität Paderborn

Vier Monate in Irland haben mir gezeigt, wie schnell sich ein Ort wie ein zweites Zuhause anfühlen kann. Mein Auslandssemester an der University of Galway war geprägt von beeindruckender Natur, sehr spannenden Seminaren, neuen Begegnungen und vielen kleinen Momenten, die mich mein Leben lang bereichern werden. 

Irland bedeutet für mich grüne Landschaften, raue Küsten und ganz viele Regenbögen. Ich konnte in meiner Zeit dort Connemara, mit der Kylemore Abbey und dem Diamond Hill, aber auch das County Kerry und die Dingle Peninsula erkunden. Diese Ausflüge haben mir nochmal gezeigt, wie aufregend und ruhig Irland zugleich sein kann.

Mindestens genauso besonders war aber das Leben in Galway selbst. Die Stadt ist klein, lebendig und unglaublich herzlich. Vor allem die Pub-Kultur hat mich begeistert: Livemusik, volle Räume, gute Stimmung. Die irische Kultur ist von ganz viel Offenheit und Freundlichkeit geprägt, wodurch man sehr schnell mit den Einheimischen ins Gespräch kommt. Das Top-Thema eines jeden smalltalks: Das Wetter und der nicht enden wollende Regen. 

Auch an der Uni habe ich mich schnell wohlgefühlt. Die Organisation war ausgezeichnet, die Dozierenden sehr hilfsbereit und die Kurse spannend. Zwar ist das Studium etwas anders aufgebaut als in Deutschland - mit mehr Abgaben während des Semesters und einer kompakten Prüfungsphase - aber genau das hat auch für Abwechslung gesorgt. Neben dem Studium bietet der Campus unglaublich viele Möglichkeiten durch Sport, Societies und Events. Gerade am Anfang ist das perfekt, um neue Leute und andere Erasmus-Studierende kennenzulernen.

Mein Fazit: Galway und die University sind perfekt für ein Auslandssemester, wenn man Lust auf Natur, eine entspannte Atmosphäre und viele neue Eindrücke hat. Ich würde jederzeit wieder hinfahren und kann es nur empfehlen, diese Erfahrung selbst zu machen.

 

Luisa Krahwinkel, Universität Bielefeld

Ich habe das große Glück, mitten im Stadtzentrum zu wohnen. So bin ich jeden Tag umgeben vom lebendigen Treiben, kleinen Cafés und versteckten Plätzen, die zum Verweilen einladen. Besonders beeindruckt mich die Kultur dieser Stadt: Die Menschen hier sind unglaublich freundlich, offen und gleichzeitig von einer bewundernswerten Gelassenheit geprägt, und dennoch liegt eine besondere Energie in der Luft. Diese Mischung wirkt ansteckend und verändert auch den eigenen Alltag.

Málaga ist reich an kulturellen Erlebnissen. Ob traditionelle Flamenco-Abende, das bunte Treiben während des Karnevals oder die typisch spanische Siesta – hier wird Kultur nicht nur gelebt, sondern gefeiert. Auch die kulinarische Seite kommt nicht zu kurz: Tapas gehören hier zum Alltag und machen jedes Treffen mit Freunden zu einem kleinen Erlebnis. Besonders spannend ist auch die Geschichte der Stadt: Málaga ist die Geburtsstadt von Pablo Picasso, und beeindruckende Bauwerke wie die Alcazaba oder das Castillo de Gibralfaro erzählen von ihrer langen Vergangenheit. An den Wochenenden nutze ich die Gelegenheit, die Umgebung zu erkunden. Städte wie Ronda, Córdoba oder Marbella sind nur einen Ausflug entfernt und bieten jeweils ihren ganz eigenen Charme.

Auch akademisch ist mein Aufenthalt eine bereichernde Erfahrung. Ich studiere Psychologie auf Spanisch – eine spannende Erfahrung, die mich täglich fordert und gleichzeitig motiviert, über mich hinauszuwachsen.

Neben der fachlichen Entwicklung spielt vor allem die persönliche Weiterentwicklung eine große Rolle. In einer neuen Stadt in einem fremden Land zu leben, bringt natürlich auch Herausforderungen mit sich. Sich in einer fremden Stadt einzufinden oder eine neue Sprache im Alltag zu nutzen, gehört definitiv dazu. Gleichzeitig ist es genau diese Erfahrung, die einen wachsen lässt. Besonders schön ist es, viele neue Menschen kennenzulernen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden. Diese gemeinsamen Erlebnisse verbinden und schaffen Freundschaften, die oft weit über das Auslandssemester hinaus bestehen bleiben.

Rückblickend kann ich sagen, dass dieses Auslandssemester schon jetzt eine unglaublich wertvolle Erfahrung ist – akademisch wie persönlich. Ich würde jedem empfehlen, diese Möglichkeit zu nutzen und den Schritt ins Ausland zu wagen. Málaga hat mir nicht nur eine neue Perspektive eröffnet, sondern auch ein Stück Lebensgefühl geschenkt, das ich so schnell nicht vergessen werde.

 

Sebastian Wells, Hochschule Bielefeld

Seit 2022 bin ich während meines Studium der Fotografie und Bildmedien an der HSBI immer wieder nach Kiew gereist. Nach Beginn der russischen Vollinvasion im Februar 2022 habe ich dort Vsevolod Kazarin getroffen. Auch er ist Fotograf. Beide haben wir nach Antworten gesucht, dem Krieg mit Bildern zu begegnen. Dabei wollten wir unseren Fokus nicht auf die Zerstörung legen, sondern auf das zivile und vor Allem kreative Leben junger Menschen in der Ukraine.

Bei dieser Zusammenarbeit sind von Beginn an weit mehr als nur Fotografien entstanden: Zusammen mit Künstler*innen und Designer*innen aus Kiew und Berlin haben wir ein Magazin entwickelt: Solomiya Magazine. Meine Mitarbeit daran war von Anfang an auch Teil meines Studiums: So sind sowohl Texte als auch Fotoserien, die im Rahmen des Studiums entstanden sind, in verschiedenen Ausgaben des Magazins veröffentlicht worden.

Gerade ist die fünfte Ausgabe erschienen. Solomiya No. 5 — After Now beschäftigt sich mit Fragen von Zeitlichkeit und den (Un-)Möglichkeiten von Zukunftsvorstellungen im Angesicht eines einfach nicht endenden Krieges. Für die Ausgabe habe ich mich mit einem Thema auseinandergesetzt, dem ein Kurs bei Prof. Rafael Dernbach vorausgegangen ist. Im Seminar „News Fatigue“ haben wir uns mit dem Gefühl beschäftigt, dass die ständige Flut von Nachrichten vor Allem über soziale Medien ein Gefühl der Überforderung hinterlässt. Das spiegelt sich im Begriff der "Dopamin-Kultur": Sie beschrieb den schnellen, oberflächlichen Konsum von Nachrichten und Bildern auf Instagram, TikTok und Co. Dabei liefern die Nachrichten und Bilder nicht nur Informationen, sondern sorgen auch für einen Dopaminschub beim Rezipienten — ein regelrechtes Suchtpotential. Welche Auswirkungen das auf politisches Handeln in hitzigen Zeiten hat, fragt meine Recherche.

Auf der Suche nach einer Antwort bin ich unter anderem nach Narwa in Estland zu einem Theaterfestival gereist. Dort trat die polnische Theatermacherin Magda Szpecht mit dem Stück „Spy Girls" auf, dass die Gefahren von Dopamin-Kultur in aktivistisches Potential umgewandelt hat: Mit Fake-Profilen und Deep Fakes entlarven sie und ihr Team auf der Theaterbühne russische Propaganda-Trolls und verführen russische Soldaten auf selbstgebauten Dating-Apps, um Informationen über sie herauszufinden.

Der Artikel kommt zu dem Schluss, dass politisches Handeln im Dopamin-Zeitalter dann gelingt, wenn es Akteuren gelingt, sinnstiftend zu wirken. Der ganze Text und das Magazin, an dem ich auch fotografisch, redaktionell und organisatorisch mitgewirkt habe, kann direkt im Buchladen oder hier online bestellt werden: www.solomiyamag.com.

 

Jonas Saibert, Universität Paderborn

Im Rahmen meines Studiums war ich von Mai bis Juni 2025 in Mexiko Stadt, um meine Bachelorarbeit zu schreiben. Diese Auslandserfahrung war für mich nicht nur akademisch bereichernd, sondern auch kulturell inspirierend.

Das Thema meiner Bachelorarbeit lautete "Examining the Influence of Academic Background Among Young Adults". Für diese Untersuchung war Mexiko Stadt der perfekte Ort, da die Stadt nicht nur eine beeindruckende Vielfalt an Bildungseinrichtungen bietet, sondern auch eine lebendige und diverse Gemeinschaft junger Erwachsener. Während meines Aufenthalts konnte ich Umfragen durchführen, die mir wertvolle Einblicke in die Bildungs- und Karrierewege von jungen Menschen in Mexiko verschafften. Diese Erfahrungen haben meine Forschung enorm bereichert und mir geholfen, die theoretischen Ansätze meiner Arbeit mit praktischen Beispielen zu untermauern.

Abseits der akademischen Arbeit war mein Aufenthalt in Mexiko Stadt eine unvergessliche kulturelle Erfahrung. Die Gastfreundschaft der Menschen, das köstliche Essen und die faszinierende Geschichte und Architektur der Stadt haben mich tief beeindruckt. Besonders die Besuche der historischen Stätten wie das Museo Frida Kahlo und die Pyramiden von Teotihuacán waren Höhepunkte meines Aufenthalts.

Jonas Reckmann, Universität Bielefeld

Eine kurze Geschichte katalanischer Freundschaft im Labor

Barcelona, die katalanische Hauptstadt, baut sich hinter den Pyrenäen auf. Mittelmeer und von Kiefern gesäumte Nationalparks schließen die Metropole in eine mediterrane Umarmung.

Bielefeld in Ostwestfalen, mein Studium der interdisziplinären Biomedizin sieht zusätzlich zur theoretischen Ausbildung praktische Laborerfahrung vor. In meinen Augen die ideale Gelegenheit, um bei hiesigen Arbeitsgruppen nach europäischen Partnerlaboren zu fragen. Was folgte, waren einerseits bürokratische To Do's, die abgearbeitet werden mussten und andererseits, die Lust und Vorfreude auf beiden Seiten an europäischer Zusammenarbeit und Ausbildung junger Studierender.

Kommen wir kurz und schmerzlos zum bürokratischen Teil: Das Erasmus+ Portal ist übersichtlich und leicht verständlich. Zack, Papiere und Unterschriften gesammelt und digital eingereicht, Check. Als Stipendiat des Deutschlandstipendiums folgten gleich zwei glückliche Chancen. Erstens, die finanzielle Unterstützung, die auch im Ausland bestehen bleibt. Zweitens, die Community der Stipendiaten, sodass man auch Europa- (oder darüber hinaus) weit Stipendiaten trifft. Dies lässt einen – zusätzlich zu der ohnehin in jedweder Stadt starken und offenen Erasmus-Community – schnell Leute kennenlernen, doch dazu später mehr.

Der zweite Teil machte es mir leicht mich im Ausland zurechtzufinden. Die Laborleiterin Prof. Dr. Cristina Fornaguera beantwortete vorab jede noch so triviale Frage per Mail. Cristina fragte in ihrem Team kurzfristig nach einem befristeten WG-Zimmer für mich, welches sich auch tatsächlich fand. Ja, hier habe ich Glück gehabt, aber meine Erfahrung ist nicht einzigartig, wenn man offen und interessiert an der Arbeit anderer Arbeitsgruppen daherkommt, findet sich meist schnell Hilfe.

So zog ich in eine 4er WG mit katalanischen Mitbewohner:innen und wurde ab Tag Eins wunderbar aufgenommen. Ob der Clubbesuch an meinem ersten Wochenende in Barcelona oder The Office Serienabende auf dem Sofa, ich fühlte mich schnell wohl.

Worauf es sich bei dem Institut oder der Arbeitsgruppe im Ausland zu achten lohnt, ist ihre Größe und falls ersichtlich, Historie oder aktuelle Auflistung ausländischer Studierender. In meinem Fall bestand unter anderem eine enge Kooperation zwischen dem IQS Institut in Barcelona und einer Universität in Torino. So fand ich schnell Anschluss an meine italienischen Laborpartner:innen, da wir ja alle im gleichen Boot saßen. Sollte dies nicht vorliegen, gibt es jedoch immer die oben erwähnte Erasmus-Community.

In großen Städten existiert an jedem Wochentag eine schier unendliche Anzahl an Events, aber auch in kleineren Städten werden mehrmals pro Woche Pub-Crawls, kulturelle Angebote, sowie Ausflüge ins Umland am Wochenende angeboten. Hier sind die sozialen Medien hilfreich, um von diesen Events zu hören und sich zu verabreden.

Schlussendlich ist eine Auslandserfahrung einfach eine Prüfung an sich selbst, die nicht erfolgen muss, um gut durchs Studium zu kommen oder wichtige Praxiserfahrung gesammelt zu haben. Was sie mir jedoch gebracht hat, ist das Gefühl, mich nach der Rückkehr an die Universität Bielefeld in künftigen Praktika und Abschlussarbeiten zurechtfinden zu können, wo mir dies doch auch in einem anderen Land mit einer anderen Sprache gelungen ist. Diese positive Erfahrung bestärkte mich seitdem ein ums andere Mal. Naja und die unzähligen Tapas, Wermut und Beachvolleyballabende am Mittelmeer waren auch ganz ok.

Romina Talamilla Carrasco, Universität Paderborn

Ich möchte von meiner wunderbaren Erfahrung während meines Austauschsemesters an der Universität Jaén in Spanien im Wintersemester 2024 berichten. Jaén ist eine wunderschöne Stadt im Süden Spaniens, in Andalusien, genau zwischen Granada und Córdoba gelegen. Obwohl die Stadt klein ist, hat sie einen ganz besonderen Charme: Die Menschen sind herzlich und fröhlich, alle kennen sich untereinander. Und obwohl es Winter war, schien fast jeden Tag die Sonne.

Ich hatte das Glück, eine Wohnung direkt im Stadtzentrum zu finden, und so ging ich jeden Nachmittag spazieren und entdeckte die kleinen Gassen. Oft stieß ich dabei auf offene, kostenlose Kulturveranstaltungen, Konzerte, Flamencoaufführungen und vieles mehr. An den Wochenenden reiste ich in andere Städte, um die Wunder Andalusiens zu entdecken: die majestätische Alhambra, die Moschee von Córdoba, die Plaza de España in Sevilla, den Hafen und die Strände von Málaga.

Jaén gab mir dieses warme "Kiez-Gefühl", das Gefühl von Nachbarschaft und menschlicher Nähe. Obwohl ich nur ein Semester dort war, kannte man mich schon beim Bäcker, im kleinen Laden an der Ecke und im Café, in dem ich oft mein Frühstück mit Tomaten und Olivenöl genoss. Unter meiner Wohnung war eine Bar, und oft, während ich lernte, hörte ich, wie sich eine Gruppe von Freunden zum rhythmischen Klatschen und spontanen Flamencogesang versammelte. In Andalusien wird Musik und Tanz wirklich gelebt. Ich war so begeistert, dass ich mich sogar in einer Tanzschule für Flamenco angemeldet habe.

Ich hatte auch das Glück, Weihnachten dort zu verbringen, und erlebte wahre Feste mit tanzbaren Weihnachtsliedern auf den Straßen, gemeinsam gefeiert von Großeltern, Jugendlichen und Kindern. Es war sehr bewegend zu sehen, wie sich Familie, Freunde und Nachbarn versammeln, um gemeinsam zu feiern und das Leben zu genießen.

Ohne Zweifel war dieses Austauschsemester eine der bereicherndsten Erfahrungen meines Lebens. Es hat mir nicht nur akademisch, sondern auch persönlich unendlich viel gegeben. Ich durfte in eine lebendige, warme und tief menschliche Kultur eintauchen. Andalusien, und ganz besonders Jaén, werden für immer einen Platz in meinem Herzen haben.

Frieda Aïssata Grupe, Universität Bielefeld

Zwischen Kimchi, Klassenzimmer und Kulturschock – Warum ein Auslandspraktikum Gold wert ist

Als Lehramtsstudentin hat mich mein obligatorisches Praxissemester von September 2024 bis Februar 2025 nach Seoul, der Hauptstadt Südkoreas, geführt. Ja, nach Südkorea. Die hard cold reality, dass ich nun sieben Stunden Zeitverschiebung von zu Hause entfernt war, hat mich erst eingeholt, als es schon zu spät war. Zum Glück konnte ich mein Heimweh aufgrund der vielen neuen Eindrücke gut verdrängen! Seoul ist eine Millionenstadt, die an jeder Ecke scheinbare Gegensätze vereint: Hochhäuser und Tempel, Streetfood und Designerläden, Tradition und Technologie. Unterrichtet habe ich an der Dwight School Seoul, einer internationalen IB-Schule mit Schüler*innen aus aller Welt. Schon das Ankommen war aufregend: eine neue Stadt, eine andere Sprache und vor allem ein fremdes Schulsystem. Anfangs habe ich mich überwältigt gefühlt, aber retrospektiv lag genau darin das Abenteuer und Wachstumspotenzial. Ganz im Sinne meines Praktikums durfte ich hospitieren, selbst unterrichten, Feedbackgespräche führen und im Team mitarbeiten.

Ein Praktikum im Ausland bedeutet vor allem flexibel zu bleiben. Man muss seine eigenen Erwartungen loslassen und neu anfangen können, auch wenn man sich manchmal unsicher fühlt. Das war nicht immer einfach – aber enorm gewinnbringend. Ich musste lernen, mich in einem neuen Bildungssystem zurechtzufinden, andere Vorstellungen von Schule und Lernen zu akzeptieren und meine eigene Haltung dazu zu entwickeln. Manchmal heißt das auch, sich selbst zu korrigieren: etwa, wenn man merkt, dass Schüler*innen, die in Korea sozialisiert worden sind, ganz anders auf Autorität reagieren oder Leistung eine ganz andere Bedeutung hat als in Deutschland.

Daher lautet mein Tipp an alle, die sich überlegen, Zeit im Ausland zu verbringen, sei es in Form eines Auslandssemesters oder eines Praktikums: Es ist okay, nicht alles sofort zu verstehen. Fragt nach, beobachtet genau und bleibt offen für andere Denkweisen. Gerade in Momenten, die irritieren, wächst man am meisten. Ein Hoch auf die interkulturelle Kompetenz, die einen in solchen Momenten retten kann.

Neben meiner Arbeit an der Schule habe ich auch das Land intensiv erkundet. Ich war auf traditionellen Märkten, habe Kunstmuseen besucht, Tempel bestaunt und bin in die demilitarisierte Zone zwischen Nord- und Südkorea gereist. Korea hat es geschafft, trotz kolonialer Besatzung und Krieg seine Identität zu bewahren und dazu noch eine unheimliche Entwicklung hinzulegen. Das finde ich super bewundernswert. Auch im Alltag hat man überall gespürt, wie sehr Tradition und Moderne miteinander verflochten sind. Diese Erfahrungen haben meinen Blick auf Bildung, Gesellschaft, kulturelle Identität und Wandel nachhaltig verändert.

Mein Fazit? Ein Praktikum im Ausland ist manchmal anstrengend und manchmal auch sehr herausfordernd – aber genau das macht es so wertvoll. Ich bin an meine Grenzen gestoßen, habe neue Perspektiven gewonnen und bin an Aufgaben gewachsen, die ich mir vorher nicht zugetraut hätte. Auch kleine Dinge, wie Projekte mit Kolleg*innen aus aller Welt zu planen, hat mir nahegebracht, mutiger und pragmatischer zu werden.

Rückblickend kann ich sagen: Ich habe mich nicht nur fachlich weiterentwickelt, sondern auch persönlich! Und wenn ich eins gelernt habe, dann: Perfekt vorbereitet wird man nie sein. Man muss einfach den Mut haben, ins Unbekannte aufzubrechen. Finanziell gibt es übrigens viele Möglichkeiten, sich einen Auslandsaufenthalt zu ermöglichen – ich selbst durfte dank eines Vollstipendiums des DAAD ins Ausland gehen. Auch Programme wie Promos oder Auslands-Bafög können euch unterstützen.

Die beiden Programme  sind auch kompatibel mit dem Deutschlandstipendium. Es lohnt sich definitiv, sich frühzeitig zu informieren!