Studienfonds ENGAGIERT

Persönlich. Engagiert. Inspiriert.

Unsere Stipendiatinnen und Stipendiaten sind vielfältig engagiert, üben Ehrenämter und Freiwilligendienste aus. Sie helfen aus Überzeugung und mit vollem Herzen dort, wo Unterstützung dringend gebraucht wird. In der Rubrik Studienfonds ENGAGIERT zeigen wir Beispiele und bitten um Ihre Unterstützung bei den vorgestellten Projekten.

 

JUDITH MÜLLER, Bachelorstudium Politikwissenschaften und Soziologie

Persönlich – kurz vorgestellt:

Mein Name ist Judith Müller und ich bin 26 Jahre alt. Derzeit studiere ich Politikwissenschaften und Soziologie im Bachelor an der Universität Bielefeld als Zweitstudierende. Zuvor habe ich einen Bachelor in der Sozialen Arbeit in Münster abgeschlossen. Neben meinem Studium arbeite ich als Schulsozialarbeiterin in einer Internationalen Klasse. Seit September 2019 werde ich durch das Deutschlandstipendium gefördert. Diese Förderung ermöglicht es mir, mich im Rahmen freiwilliger Projekte zu engagieren und über den Tellerrand der vorgeschriebenen Seminare hinauszuschauen.
 

Engagiert – mein Projekt:

Wann bist du ungleichgültig? Gemeinsam mit sechs Freund:innen habe ich seit einem Jahr in Bielefeld Antworten auf diese Frage in Form von Fragebögen gesammelt und für eine Website aufgearbeitet: www.ungleichgueltig-bielefeld.de. „Ungleichgültig“ ist eine Wortneuschöpfung, die für das eigene Eintreten für ein selbstgewähltes Anliegen steht. Die entstandene Plattform enthält neben den 28 Interviews auch Fotos, Podcasts, eigene Beiträge sowie die Möglichkeit der Beteiligung. Menschen aus ganz Bielefeld werden dazu eingeladen, in wenigen Sätzen zu berichten, in welchen Momenten sie ungleichültig sind. Das Projekt soll die Vielfalt an Möglichkeiten zeigen, sich zu engagieren. Es verdeutlicht zudem, wie wichtig soziales Engagement für eine soziale und demokratische Gemeinschaft ist.

Inspiriert – so kann man mitmachen:

Der offizielle Projektzeitraum endete im Dezember 2020. Jedoch besteht weiterhin die Möglichkeit für alle Menschen ein Teil der Plattform zu werden. Dafür besteht die Möglichkeit online einen Fragebogen auszufüllen und per Mail einzusenden ungleichgueltig-bielefeld.de. Wir wollen wissen, wo und wie Menschen sich in Bielefeld und Umgebung ungleichgültig zeigen. Somit entsteht am Ende ein Bild davon, wie vielfältig Engagement und Aufmerksamkeit für die eigene Umwelt aussehen kann. Daneben kann es Menschen motivieren, selber aktiv zu werden und für die eigenen Interessen einzustehen. Weitere Infos auf der Website: www.ungleichgueltig-bielefeld.de/de/mitmachen

 

 

SOPHIA MEYER, Masterstudium Integrierte Sonderpädagogik

Persönlich – kurz vorgestellt:

Mein Name ist Sophia Meyer und ich bin 26 Jahre alt. Ich habe letztes Jahr mein Lehramtsstudium an der Universität Bielefeld abgeschlossen und studiere derzeit im Doppel-Master das Fach “Integrierte Sonderpädagogik“. Während dieser Zeit werde ich durch das Stipendium gefördert. Seit Beginn des Studiums arbeite ich im sonderpädagogischen Bereich, um einerseits mein Studium zu finanzieren und andererseits Praxiserfahrungen zu sammeln. Aktuell arbeite ich als Alltagsassistentin für eine junge Frau mit Körperbehinderung und helfe an einer Bielefelder Förderschule aus. Darüber hinaus engagiere ich mich für den familienunterstützenden Dienst in Bethel (FuD), um Eltern von Kindern mit Behinderungen zu entlasten. In den Semesterferien versuche ich regelmäßig mit der Lebenshilfe Gütersloh die Freizeiten für Menschen mit Behinderung mitzugestalten.
 

Engagiert – mein Projekt:

Gespräche mit Lehrkräften belegen, dass es nicht genügend engagierte Unternehmen gibt, die Menschen mit Behinderungen aufnehmen. Insbesondere im Zuge der Inklusion sollten auch Menschen mit einer geistigen Behinderung die Möglichkeit haben, direkt in den Ersten Arbeitsmarkt einzusteigen und nicht nur in den Zweiten. Ich würde gerne das Netzwerk des Studienfonds nutzen, um die Firmen zu ermutigen, diesen besonderen Menschen die Chance zu geben, ein Teil ihres Unternehmens zu werden. Ich möchte gerne eine Kooperation zwischen Unternehmen und Förderschulen anbieten. Mir ist bewusst, dass dies mit einem zusätzlichen Aufwand für die Firmen verbunden ist, dennoch sollte die Wertschätzung aller Personen im Vordergrund stehen.
 

Inspiriert – so kann man mitmachen:

Ich würde mich freuen, wenn sich viele Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen angesprochen fühlen und die Chance ermöglichen, Praktikumsplätze für Menschen mit Behinderung anzubieten. Je mehr Unternehmen sich melden, desto höher liegt die Wahrscheinlichkeit ein ortsnahes Praktikum zu finden. Die Schüler:innen freuen sich, handlungsorientierte Arbeiten durchzuführen, wie zum Beispiel in der Kantine auszuhelfen. Wer Interesse daran hat, sein Unternehmen inklusiv umzugestalten, kann sich gerne per E-Mail (sophia.meyer@uni-bielefeld.de) bei mir melden. Auch Menschen, die effektive Ansätze zur inklusiven Umgestaltung haben, können mich kontaktieren.