Ideelle Förderung

Einstein-OWL - Stiftungen vergeben Schülerpreis an Nachwuchsforscher

Leonard Brinkmeier vom Ratsgymnasium in Rheda-Wiedenbrück ist der neue „Einstein-OWL“. Der Zehntklässler erhielt die Auszeichnung am Mittwochabend in der Technischen Hochschule OWL für seine Forschungsarbeit über eine umweltfreundliche Alternative zu Holzstoff zur Papierherstellung – er hat ein Papier aus Altpapier und Heu entwickelt. Zusätzlich zu den 2.000 Euro Preisgeld, die für die Weiterentwicklung seines Projektes bestimmt sind, erhält er ein Stipendium der Stiftung Studienfonds. OWL für ein Studium an einer der Hochschulen in der Region. Das Ratsgymnasium Rheda-Wiedenbrück darf sich zudem ein Jahr lang „Einstein-OWL-Schule“ nennen.

Glückliche Gewinner: Luca Leon Kröger, Leonard Brinkmeier und Christian Thormählen, umrahmt von (hinten v.l.n.r.) Regierungsvizepräsidentin Anke Recklies, Prof. Dr. Jürgen Krahl (Stiftung Studienfonds OWL), Hans-Ulrich Höhl (Carina Stiftung), Dr. Burghard Lehmann (Osthushenrich-Stiftung) sowie (vorne v.l.n.r.) Ute Kolbow (Günther + Rita Rudloff-Stiftung) und Stefan Wolf (Peter Gläsel Stiftung). Fotocredits: Birgit Sanders

 

Über den zweiten Platz und 1.000 Euro Preisgeld freute sich Christian Thormälen vom Engelbert-Kämpfer-Gymnasium in Lemgo. Er überzeugte die Jury mit einem neuen Ansatz des Gütertransportes, in dem er die Container automatisch um- und zuladen will. Der dritte Platz ging an ein Team aus der Ravensberger Erfinderwerkstatt: Felix Haschke von der Peter-August-Böckstiegel-Gesamtschule Borgholzhausen und Luca Leon Kröger vom Widukind-Gymnasium Enger wurden für „Smart Drive – Steuerungselektronik für E-Mobile“ mit einem Preisgeld von 500 Euro ausgezeichnet.

Alle Finalisten haben sich auf unterschiedliche Weise mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt. Prof. Dr. Jürgen Krahl, Präsident der Technischen Hochschule OWL, lobte den Forschergeist der Schüler: „Sie gehören nicht zu der Gruppe Menschen, die sagen, wir haben nur Angst. Sie gehören zu denen, die gestalten. Wer forscht, gestaltet die Zukunft. Diesen Geist dürfen Sie sich niemals nehmen lassen!“ Bevor die Preisträger am Mittwochabend bekannt gegeben wurden, hatten die Schüler schon einen langen und nervenaufreibenden Tag hinter sich.

Die fünf Teams der Endrunde waren zur Peter Gläsel Stiftung nach Detmold gereist, um der Jury ihre Projekte zu präsentieren und Fragen zu beantworten. Erst bei der Preisverleihung selbst wurde das Geheimnis um die Gewinner gelüftet. Der „Einstein-OWL“ wird seit 2010 jährlich von der Carina Stiftung (Herford), der Osthushenrich-Stiftung (Gütersloh), der Günther + Rita Rudloff Stiftung (Minden) und der Peter Gläsel Stiftung (Detmold) vergeben, die den Wettbewerb organisiert.

Der Studienfonds OWL (Paderborn) unterstützt den Schülerpreis bei der Vergabe von Stipendien an die Preisträger. Die Stiftungen fördern mit dem „Einstein-OWL“ naturwissenschaftlich und technisch interessierte Schülerinnen und Schüler, die über mindestens drei Monate unterstützt von einem Lehrer an innovativen Projekten gearbeitet haben. Gleichzeitig ermuntern sie die Preisträger über das Stipendium, in der Region zu studieren. Damit wollen die Stiftungen kluge Köpfe in Ostwestfalen- Lippe halten.

Text: Peter Gläsel Stiftung