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Gefördert durchs Studium

Bis zum 6. Mai können sich Studierende aller Fachrichtungen der fünf Hochschulen in OWL beim um ein Deutschlandstipendium bewerben. Medienproduktions-Studentin Kristina Heidebrecht erzählt im Interview, was dabei zu beachten ist und warum es sich mit Stipendium besser studiert.

Deutschlandstipendiatin Kristina Heidebrecht studiert Medienproduktion an der Technischen Hochschule OWL. Im Interview berichtet Sie von Ihren bisherigen Erfahrungen.

Kristina Heidebrecht ist Bachelor-Studentin im Fach Medienproduktion am Standort Lemgo der Technischen Hochschule OWL. Seit 2018 ist sie Stipendiatin der Stiftung Studienfonds OWL und erhält ein Deutschlandstipendium. Im Interview erklärt sie, wie sie zu dieser Auszeichnung gekommen ist und was das Stipendium für Auswirkungen auf ihren Alltag hat.

Studienfonds-Mitarbeiterin Julia Kralemann hat mit ihr darüber gesprochen, wie es ist, Stipendiatin zu sein, und sie auch um ein paar Tipps rund um die Bewerbung gebeten – denn aktuell läuft die Bewerbungsphase für das Deutschlandstipendium, Bewerbungen sind ab sofort bis zum 6. Mai möglich.

Du bist Stipendiatin beim Studienfonds OWL – was bedeutet das für dich?

Da ist zum einen der finanzielle Aspekt, der mir den Alltag sehr erleichtert – ich kann mir viel unkomplizierter mal ein Fachbuch kaufen oder eine neue Software anschaffen oder mir auch in meiner Freizeit etwas gönnen, was sonst nicht so möglich wäre. Außerdem bedeutet es Unabhängigkeit von meinen Eltern. Ich habe vier Geschwister, die alle unterstützt wurden oder werden, und da ist es ein gutes Gefühl, dass ich meine Eltern durch das Stipendium entlasten kann. Außerdem konnte ich bei meinem Nebenjob das Pensum reduzieren, so dass mehr Zeit für mein Studium und mein ehrenamtliches Engagement bleibt.

Beim Studienfonds OWL geht es ja nicht nur ums Geld, sondern auch das ideelle Förderprogramm ist ein wichtiger Baustein der Förderung. Inwiefern profitierst du davon?

Ich habe schon an einigen Veranstaltungen teilgenommen, zuletzt war ich beim Design Thinking Workshop bei Melitta. Auch bei Dr. Oetker war ich, dort wurde zum Beispiel das Traineeprogramm vorgestellt – durch die verschiedenen Veranstaltungen bekommt man einen sehr guten Überblick, welche Unternehmen es hier in der Region überhaupt gibt und wer davon vielleicht später auch als Arbeitgeber in Frage kommen würde. Ich bin hier in OWL aufgewachsen und war während meiner Ausbildung in Niedersachsen. Es war aber immer klar, dass ich nach OWL zurückkommen würde, und so hat es mich für mein Studium auch direkt wieder zurück in die Heimat gezogen – und jetzt will ich hier auch bleiben, schließlich gibt es hier alles!

Gibt es etwas, was von euch Stipendiatinnen und Stipendiaten erwartet wird, müsst ihr euch zu irgendetwas verpflichten?

Es gibt eigentlich gar keine Verpflichtung außer den Nachweis, dass ich noch studiere, und dass ich meine Leistungen erbringe. Auch vom Förderer gibt es keine Verpflichtungen. Alles ist freiwillig und man kann sogar selbst entscheiden, ob man seinen Förderer überhaupt kennen lernen will.

Hinter jedem Studienfonds-Stipendium steht ein Förderer – wer ist dein Förderer und habt ihr Kontakt?

Mein Stipendium wird durch die Stiftung Standortsicherung Kreis Lippe finanziert. Das heißt mein Förderer ist kein Unternehmen, sondern die Stiftung. Bei der Stipendienvergabe im Herbst habe ich direkt Frau Dr. Heil, die dortige Geschäftsführerin, kennen gelernt. Sie hat alle, die von ihr gefördert werden, zu Kaffee und Kuchen in die Stiftung eingeladen und es war echt eine sehr nette und lockere Runde. Ich habe sie auch schon zur Präsentation der Medienprojekte in meinem Fachbereich eingeladen und wir stehen in Kontakt.

Hast du auch Kontakt zu anderen Stipendiatinnen und Stipendiaten, gibt es ein Netzwerk?

Ja, ich habe auf jeden Fall schon einige neue Kontakte geknüpft. Bei der Stipendienvergabe im letzten Herbst habe ich erst einmal gesehen, dass noch mehr Leute aus meinem Studiengang gefördert werden – wir haben zum Beispiel schon ein paar Veranstaltungen im ideellen Förderprogramm gemeinsam besucht, Fahrgemeinschaften gebildet etc.

Du bist ja auch sehr engagiert neben deinem Studium. Was ist dein Herzensprojekt?

Ich bin seit Beginn des Studiums in der Fachschaftsvertretung, engagiere mich im Fachbereichsrat und damit auch allgemein in der Hochschulpolitik in unserer Hochschule. Ich gestalte den Studienalltag für die Studierenden mit und stehe für Fragen von Kommilitonen zur Verfügung. Ich finde es toll, dass ich anderen Studierenden Tipps geben und Hilfestellung leisten kann. Und ein bisschen habe ich das Gefühl, alle kommen auf mich zu, wenn sie Fragen oder Probleme haben. Das ist ein tolles Gefühl, den Leuten zu helfen, Tipps zu geben – ich kann mich noch gut in diese Lage hereinversetzen.

Natürlich eine zentrale Frage: Was musstest du tun, um das Stipendium zu erhalten?

Ich musste ein persönliches Motivationsschreiben schreiben, in dem es um mich und meinen Lebensweg geht. Dazu kommen dann noch der aktuelle Lebenslauf und die Leitungsnachweise aus dem Studium, Nachweise zur Ausbildung und das Abiturzeugnis. Man kann die Bewerbung locker innerhalb eines Tages bewerkstelligen, eigentlich hat man ja alles außer dem Motivationsschreiben in der Schublade.

Hast du für deine Kommilitonen einen Tipp, den sie für ihre Bewerbung um ein Studienfonds-Stipendium berücksichtigen sollten?

Ja: Erstmal überhaupt unbedingt bewerben, sich nicht davor sträuben und denken „ich werde das eh nicht bekommen“ – denn wenn es dann klappt, dann freut man sich umso mehr. Beim Motivationsschreiben nicht zu viele Gedanken machen, sondern persönlich bleiben, ehrlich sein und authentisch bleiben!

 

Bewerbungen erfolgen ausschließlich online und sind noch bis zum 6. Mai, 11:00 Uhr möglich. 

Informationen rund um die Bewerbung finden Sie hier.

Zum Online-Bewerbungsformular geht es hier entlang.