Ideelle Förderung

Den Horizont erweitern: Informatik trifft Gesundheitswissenschaften

Ganz unter dem Motto ‚Einmal über den eigenen Tellerrand schauen‘ stand das erste Kolloquium für aktuelle und ehemalige Stipendiatinnen und Stipendiaten, zu der das Alumni-Team und der Studienfonds OWL in die Universität Bielefeld eingeladen hatten. Neben zwei Vorträgen aus der Informatik, bekamen die Teilnehmenden einen Einblick in das Themengebiet Gesundheitswissenschaften.

Den ersten Vortrag hielt der Informatiker und Doktorand Jan Bobolz über das Thema ‚Kryptographie‘

Die Master-Studentin Marina Schlattmann referierte über das Thema ‚Sitzzeitreduzierung‘ und dem allgemeinen Forschungsbereich von Gesundheitswissenschaftlern/-innen

Der Informatiker und Promovend Matthias Feldotto hielt einen Vortrag über die ‚Algorithmische Spieltheorie‘

Insgesamt 15 Studierende und Promovenden nahmen am Auftakt der Kolloquien in diesem Wintersemester teil. Ziel war es, den (ehemaligen) Studierenden die Möglichkeit zu geben, über den Tellerrand des eigenen Studiums, der eigenen Forschung oder beruflichen Ausrichtung zu schauen und einen interdisziplinären Austausch über wissenschaftliche Themen anzuregen.

Den ersten Vortrag hielt der Informatiker und Doktorand Jan Bobolz, der sich mit dem Thema ‚Kryptographie‘ beschäftigt. Er gab einen Überblick darüber, wie diese bereits täglich zum Schutz unserer Daten im Internet eingesetzt wird und durch aktuelle Forschung in Zukunft die kommerzielle und geheimdienstliche Erstellung von Nutzerprofilen eingeschränkt werden könnte. Die Master-Studentin Marina Schlattmann referierte anschließend über das Thema ‚Sitzzeitreduzierung‘ und dem allgemeinen Forschungsbereich von Gesundheitswissenschaftlern/-innen. Die Stipendiatin erläuterte, warum die gesundheitswissenschaftliche Forschung einen großen Einfluss auf die auf das alltägliche Leben hat und haben wird. Auch aus dem Gebiet der Informatik kommt der Promovend Matthias Feldotto, der einen Vortrag über die ‚Algorithmische Spieltheorie‘ hielt: Diese untersucht die Auswirkungen strategischen Handelns seitens autonomer Akteure und wie sich dynamische Anpassungsprozesse verhalten, wenn Agenten wiederholt auf die Aktionen anderer Agenten reagieren. Sein Forschungsthema befasst sich unter anderem mit der Berechnungskomplexität von Ergebnisprognosen bei verteilter Allokation von Ressourcen, wie beispielsweise Kapazitäten in Netzwerken, Rechenleistung von Servern oder der Verkehrsfluss auf der Straße.

Bei einem anschließenden gemütlichen Get-together tauschten sich die Referentin/Referenten und die Zuhörer weiter aus und waren sich einig, dass man sich des Öfteren mit Themen aus fachfremden Disziplinen beschäftigen sollte, da diese den Horizont erweitern und manchmal auch gar nicht so weit weg vom eigenen Forschungs- oder Interessengebiet liegen. „Genau das wollten wir erreichen: Einen spannenden Einblick in andere Fachgebiete, sowie die Möglichkeit Wissenschaft von einer ganz anderen fachlichen Seite her kennenzulernen“, zieht Daniela Schäpers vom Alumni-Team als Fazit, die außerdem Ideengeberin der Kolloquien ist und sich um die Vortragsauswahl gekümmert hatte.

Die Kolloquien für Stipendiaten/-innen und Alumni werden nach dem erfolgreichen Auftakt nun regelmäßig einmal im Semester stattfinden. Die nächste Veranstaltung ist für das Sommersemester 2016 an der Universität Paderborn geplant. Des Team vom Studienfonds OWL ist schon gespannt auf die Vorträge im nächsten Jahr. Es wird bestimmt wieder ein interessanter und vielfältiger Abend.